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Mehr als 100 Geflüchtete in Ausbildung vermittelt

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Der Arbeitsmarktservice, getragen von Umwelt Technik Soziales e.V. (UTS), bietet Flüchtlingen im Kreis Rendsburg-Eckernförde und angrenzenden Regionen Unterstützung bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt sowie bei Vermeidung von Arbeitslosigkeit der Erwerbstätigen durch Beratung, Coaching und Unterstützung beim Weiterbildungsmanagement.

Profiling, Berufs- und Bildungsberatung, Bewerbungstraining, Vermittlung und Coaching sind speziell auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse von Geflüchteten zugeschnitten.

Zusätzlich unterstützt das Projekt bei der Suche nach geeigneten Anpassungsqualifizierungen sowie Fort- und Weiterbildungen, bei Verbesserung der Deutschkenntnisse, Anerkennungen von Abschlüssen und vermittelt wichtige arbeitsmarktbezogene Informationen.

Das Projekt arbeitet mit den Jobcentern, der Agentur für Arbeit sowie Beratungsstellen, Betrieben, Berufsschulen und Weiterbildungsträgern zusammen.

Ergebnisse:

Seit dem 1.7.2015 bis zum 28.2.2019 hat der Arbeitsmarktservice im Kreis 368 Geflüchtete über einen längeren Zeitraum beraten und gecoacht. Diese Begleitung hat folgendes Ergebnis:

· 97 Geflüchtete haben eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden. Hinzu kommen 56 Minijobs.

· 107 haben eine Berufsausbildung begonnen

 

· 209 Praktika wurden vermittelt.

· 39 Geflüchtete gehen zur allgemein- oder berufsbildenden Schule, 16 absolvieren ein „freiwilliges Jahr“, 32 engagieren sich ehrenamtlich.

Mehrfachnennungen sind notwendiger Bestandteil des Unterstützungsprozesses, z.B. haben viele Beschäftigte vorher ein Praktikum geleistet.

Masoome

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Der UTS Arbeitsmarktservice ist Teil des landesweiten Netzwerks Mehr Land in Sicht!, koordiniert vom Flüchtlingsrat SH und dem Paritätischen SH. Gefördert wird das Netzwerk durch das Bundessozialministerium (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds.

Sabine Bleyer (Foto rechts), Rosana Trautrims (links), Brigitte Korinth


UTS Materialhofstr. 1b. 24768 Rendsburg

UTS, Kieler Str. 35, 24340 Eckernförde

www.mehrlandinsicht-sh.de,

info.ams(a)utsev.de


 

 

Umweltbildung Eckernförde 2019 erschienen

Schlagzeilen

Auf Einladung des DGB Eckernförde hat Mohammed Abotaleb für "Willkommen in Eckernförde während der offiziellen Kundgebung auf dem Rathausmarkt eine  kurze  Rede zur Beschäftigungs-Situtation der Geflüchteten in Eckernförde gehalten.

Auszüge:

 

Moin,

mein Name ist Mohammed Abotaleb. Einige von euch kennen mich. Ich bin vor 4 Jahren aus dem Jemen nach Deutschland geflohen. Seit 3 Jahren arbeite ich hier in Eckernförde sozialversicherungspflichtig. Arbeit ist das Bemühen des Menschen, eine Ware zu produzieren oder Dienstleistungen zu erbringen . Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Produktion, und mit der Entwicklung der Produktion steigen Wohlstand und Fortschritt des Landes. In Anerkennung der Bemühungen der internationalen Gemeinschaft in verschiedenen produktiven Bereichen wurde einmütig vereinbart, jedes Jahr den 01.05. Zu bestimmen, um die Rechte der Arbeitenden zu feiern. Jedes Land, jede Kultur und jede Mentalität, erkennt die Wichtigkeit der Arbeit an. Die Suche nach einer Arbeit ist ein menschlicher Instinkt. Eine Arbeit zu haben ist ein Recht für jeden Menschen.

Ein weiteres Jahr voller Herausforderungen aber auch mit Erfolgen ist verstrichen. Letztes Jahr stand ich auf dieser Bühne und bat um mehr Solidarität, Vertrauen und Chancen für uns Zugewanderte. Tatsächlich öffneten viele Firmen, Unternehmen und Behörden ihre Türen für vielen Zugewanderten und baten ihnen Praktika, Ausbildungsstellen und Jobs an. Viele von uns haben die Chancen ergriffen und haben bewiesen, dass sie ein produktiver Teil dieser Gesellschaft werden können. Viele fanden passende Arbeitsstellen, viele begannen eine Ausbildung, dennoch bleibt eine große Zahl Zugewanderter, die leider und häufig nur aus bürokratischen Gründen große Schwierigkeiten oder gar keine Chance haben, sich im Arbeitsmarkt zu integrieren.

Wir wünschen uns mehr Flexibilität und auch Qualifizierungsmöglichkeiten, damit mehr Zugewanderte mehr Chancen haben, sich zu integrieren und um der wachsenden Arbeitskraft-Nachfrage gerecht zu werden.

Nur wenige von uns verfügen über einen hier anerkannten Berufsabschluss und auch nicht alle sprechen schon gut Deutsch. Aber: Wir möchten unseren Teil beitragen können, und wünschen uns, dass uns diese Gesellschaft eine faire Chance gibt, dieses aktiv zu tun.