Start

Der lange Weg zum guten Job

Drucken PDF
Der Weg in den Arbeitsmarkt für Zugewanderte und Geflüchtete, er ist lang und er ist immer wieder Thema in der öffentlichen Berichterstattung. Zuletzt gab es einige positive Meldungen wie z.B. aus dem Netzwerk "Alle an Bord!". UTS begleitet als Bildungsträger viele Migrant*innen und Geflüchtete, die Arbeitsaufnahme und gesellschaftliche Integration ist dabei unser Ziel und markiert oft auch den Abschluss unserer Arbeit mit der einzelnen Person. Wir freuen uns daher, wenn wir auf die Erfolge unserer unterstützenden Tätigkeit aufmerksam machen können!
Von April bis Dezember 2018 hat UTS in Kiel die Brückenmaßnahme für Bauingenieurinnen und Bauingenieure im Rahmen des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein durchgeführt. Kooperiert haben wir dazu mit dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV.SH), der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein (AIK S-H) sowie der Technischen Hochschule Lübeck (THL). Der Kurs hatte zum Ziel, Zugewanderte aus dem Bereich Bauwesen Kenntnisse zu vermitteln, die für den Einstieg in den hiesigen Arbeitsmarkt fehlen. Teilgenommen haben insgesamt 23 Personen aus verschiedenen Ländern, u.a. Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak.
In einem Berufsfeld, in dem nach wie vor mehr Männer arbeiten, als Frauen (Quelle: Statistisches Bundesamt) haben wir uns besonders über die 5 weiblichen Teilnehmerinnen freuen können, die den Kurs erfolgreich besucht haben. Eine davon ist Farah Badla aus Syrien. Sie hat Architektur studiert und von Anfang an den Wunsch und Ehrgeiz besessen, in Deutschland auch in diesem Bereich zu arbeiten. Am Ende hat es sich ausgezahlt, Frau Badla hat eine unbefristete Anstellung in ihrem Bereich gefunden. Die Kieler Nachrichten berichteten darüber in zwei Artikeln Anfang und Ende Juni 2019 (KN-Online).
Wir freuen uns, dass Frau Badla eine Arbeit gefunden hat und auch darüber, dass wir sie auf ihrem langen Weg ein Stück begleiten konnten. Insgesamt haben viele Teilnehmende der Maßnahme im Anschluss eine Arbeit gefunden, der ausschlaggebende Faktor war meistens der Ehrgeiz und die Zielstrebigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Umweltbildung Eckernförde 2019 erschienen

Schlagzeilen

Auf Einladung des DGB Eckernförde hat Mohammed Abotaleb für "Willkommen in Eckernförde während der offiziellen Kundgebung auf dem Rathausmarkt eine  kurze  Rede zur Beschäftigungs-Situtation der Geflüchteten in Eckernförde gehalten.

Auszüge:

 

Moin,

mein Name ist Mohammed Abotaleb. Einige von euch kennen mich. Ich bin vor 4 Jahren aus dem Jemen nach Deutschland geflohen. Seit 3 Jahren arbeite ich hier in Eckernförde sozialversicherungspflichtig. Arbeit ist das Bemühen des Menschen, eine Ware zu produzieren oder Dienstleistungen zu erbringen . Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Produktion, und mit der Entwicklung der Produktion steigen Wohlstand und Fortschritt des Landes. In Anerkennung der Bemühungen der internationalen Gemeinschaft in verschiedenen produktiven Bereichen wurde einmütig vereinbart, jedes Jahr den 01.05. Zu bestimmen, um die Rechte der Arbeitenden zu feiern. Jedes Land, jede Kultur und jede Mentalität, erkennt die Wichtigkeit der Arbeit an. Die Suche nach einer Arbeit ist ein menschlicher Instinkt. Eine Arbeit zu haben ist ein Recht für jeden Menschen.

Ein weiteres Jahr voller Herausforderungen aber auch mit Erfolgen ist verstrichen. Letztes Jahr stand ich auf dieser Bühne und bat um mehr Solidarität, Vertrauen und Chancen für uns Zugewanderte. Tatsächlich öffneten viele Firmen, Unternehmen und Behörden ihre Türen für vielen Zugewanderten und baten ihnen Praktika, Ausbildungsstellen und Jobs an. Viele von uns haben die Chancen ergriffen und haben bewiesen, dass sie ein produktiver Teil dieser Gesellschaft werden können. Viele fanden passende Arbeitsstellen, viele begannen eine Ausbildung, dennoch bleibt eine große Zahl Zugewanderter, die leider und häufig nur aus bürokratischen Gründen große Schwierigkeiten oder gar keine Chance haben, sich im Arbeitsmarkt zu integrieren.

Wir wünschen uns mehr Flexibilität und auch Qualifizierungsmöglichkeiten, damit mehr Zugewanderte mehr Chancen haben, sich zu integrieren und um der wachsenden Arbeitskraft-Nachfrage gerecht zu werden.

Nur wenige von uns verfügen über einen hier anerkannten Berufsabschluss und auch nicht alle sprechen schon gut Deutsch. Aber: Wir möchten unseren Teil beitragen können, und wünschen uns, dass uns diese Gesellschaft eine faire Chance gibt, dieses aktiv zu tun.